Im Juli 2026 wurde eine Malinois-Hündin als Notfall für eine Pflegestelle gemeldet. Die junge Dame war zu dieser Zeit 8 Monate und in der Familie kaum mehr führbar. Sie bellte die Halter an, schnappte und knurrte wenn ihr etwas nicht passte, akzeptierte keine Grenzen, hatte nur selten Hundekontakt, schlief auf dem Sofa und auch mit im Bett. Ihren Unmut über das Alleine bleiben, äußerte sie zum Beispiel über das Kaputtmachen vom Sofa. Sie nahm sämtliche Dinge auf, wie Spielsachen des Babys, Ohrringe und was ihr sonst noch so unterkam. Kam Besuch wurde dieser von ihr stark verbellt. Mit diesen Hintergründen entschlossen sich die Halter, die Junghündin abzugeben, bevor die Situation zu Hause eskaliert.
Kiri kam zu mir und zeigt sich sehr unsicher. Als die Halter weg waren, wirkte sie irritiert und konnte die ersten Stunden die Situation nicht einschätzen. Sie versuchte Kontakt mit den 4 Rudelmitgliedern, Chili 10jährige Herder-Malinois-Hündin, Ramon 11-jähriger Malinois-Rüde, Jara 2-jährige Malinois-Hündin und Jaro 4-jähriger Malinois-Rüde aufzunehmen. Das Rudel reagierte zuerst interessiert, dann im Verlauf mit wenig Interesse. Malou konnte die Körpersprache der Rudelmitglieder nur schwer einschätzen, zeigte sich unsicher. Nach knapp 2 Wochen konnte sie sich gut verständigen und die Körpersprache der anderen Hunde lesen. Sie lernte zu mit Jara zu spielen und legte die Unsicherheit immer mehr ab.
Anfang August kam eine Anfrage der Polizei für Kiri. Bei der Überprüfung ob sie sich für den Dienst eignen würde, präsentierte sie sich sehr gut, zeigte Interesse an allen Übungen und nahm freudig Kontakt mit der eventuell zukünftigen Hundeführerin auf. Nachdem auch die Basis zwischen den beiden passte, wurde zugesagt. Kiri darf somit ab September ihre Ausbildung bei der Polizei antreten und zu ihrem neuen Frauchen umziehen.
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